Leistungsbeurteilung an der Erich Kästner-Schule

 

Leistungsbeurteilung ist ein das Lernen begleitender Prozess. Immer wieder kommt man auch außerhalb der Schule in Situationen, in denen man sich Leistungsanforderungen stellen muss. An diese gesellschaftliche Norm sollen die Schülerinnen und Schüler herangeführt werden.

Leistungsbewertung an unserer Schule findet immer unter dem Primat der positiven Lern- und Persönlichkeitsentwicklung unserer Kinder statt. Das Lern- und Leistungsklima der EKS ist gekennzeichnet durch Ermutigung und Anerkennung. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollen ebenso gefördert werden wie solche mit Lernproblemen.

Leistungsbewertung dient so immer der Entwicklung des Selbstvertrauens und der der Persönlichkeit. Daher beinhaltet Leistungsbeurteilung immer auch förderliche, ermutigende und beratende Hinweise zum sinnvollen und motivierten Weiterlernen. Unsere Leistungsbewertung ist transparent, die Schülerinnen und Schüler können die Grundlagen der Bewertung nachvollziehen.

Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft und das Erleben der eigenen Leistungsfähigkeit sind wesentliche Voraussetzungen für den Aufbau und den Erhalt der Lernmotivation und somit für erfolgreiches Lernen. Nicht nur das Ergebnis einer Arbeit, sondern gerade diese Aspekte von Leistung werden in die Bewertung konsequent mit einbezogen.

 Die Leistungsbewertung berücksichtigt

- die Lernergebnisse,

- die Lernanstrengung,

- die Lernfortschritte.

Unserer Leistungsbewertungen liegen als Bezugsrahmen die Richtlinien der allgemeinen Schule zugrunde. Eltern muss verdeutlicht werden, dass sich die Einordnung der Leistung ihres Kindes an dieser Norm orientiert. Die Methoden der Leistungsüberprüfung sind so konzipiert, dass die individuellen sprachlichen Beeinträchtigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden.

Neben der Prüfung und Bewertung des Wissens gibt es grundlegende Kompetenzen, die wir an unserer Schule fördern und ebenfalls in die Beurteilung einfließen lassen. Diese Kompetenzen sind:

  • Wahrnehmen und Kommunizieren
  • Analysieren und Reflektieren
  • Strukturieren und Darstellen
  • Transferieren und Anwenden

Grundlegende Kriterien der Leistungsbewertung für unsere Schule sind die folgenden:

  • Die Bewertung erfolgt gemäß der Kompetenzerwartung der Richtlinien und Lehrpläne des Landes NRW.
  • Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten immer individuelle Rückmeldungen zu ihrer Leistung.
  • Diese individuelle Vorgehensweise ermöglicht, die Rückmeldung mit Förderansätzen zu verknüpfen.
  • Leistungsbewertung geht unmittelbar in die weitere Förderplanung ein.
  • Leistungsbewertung hat immer ermutigenden Charakter.
  • In die Leistungsbewertung fließen die individuellen Lernvoraussetzungen ein.
  • Auch die Fähigkeit zum Arbeiten in der Gruppe unter dem Aspekt der Arbeitsbereitschaft fließt in die Beurteilung ein.
  • Der Bezug zu den Leistungsnormen der allgemeinen Schulen muss bei der Beschreibung der Leistung deutlich werden.

 

 Leistungsbewertung ...

 

... im Fach Deutsch

Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule haben Schwierigkeiten im Erwerb und im Gebrauch von Sprache. Unsere Kinder haben ein deutlich höheres Risiko, Probleme im Schriftspracherwerb zu entwickeln (Catts et al 2002). Sprache stellt auf allen Ebenen eine Herausforderung für unsere Schülerinnen und Schüler dar. Ergebnis und Prozess der Arbeit im Unterricht fließen in die Bewertung ein. Die Bewertung muss realistisch, aber nicht entmutigend sein.

Die Gesamtnote im Unterrichtsfach Deutsch setzt sich aus den drei elementaren Bereichen Sprachgebrauch (mündlich und schriftlich), Lesen und Rechtschreiben zusammen. Grundlage der Leistungsbewertung sind, in Anlehnung an die Kernlehrpläne des Landes NRW, alle mündlichen, schriftlichen und praktischen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Dabei zählen nicht nur die Ergebnisse, sondern auch Anstrengungsbereitschaft und der individuelle Lernfortschritt.

Sprachgebrauch: Die Note für den mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch macht 50% der Gesamtnote aus.
Lesen: Die Note für Lesen macht 25% der Gesamtnote aus.
Rechtschreiben: Die Rechtschreibnote macht 25% der Gesamtnote aus.

Liegt eine LRS-Diagnose vor, tritt die Kann-Bestimmung zur Auslassung der Rechtschreibnote in Kraft.

 

... im Fach Mathematik

Grundlegende mathematische Bildung zeigt sich in fachbezogenen Kompetenzen, die im Lehrplan Mathematik NRW festgehalten sind. Dabei handelt es sich sowohl um Kompetenzen, die sich primär auf Prozesse beziehen (prozessbezogene Kompetenzen), als auch um solche, die sich primär auf Inhalte beziehen (inhaltsbezogene Kompetenzen).

Bei der Leistungsbewertung im Fach Mathematik finden alle von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen Berücksichtigung. Die Gesamtnote setzt sich zu 50% aus den Ergebnissen schriftlicher Arbeiten zur Leistungsbewertung und zu 50% aus allen weiteren im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen (mündlicher, schriftlicher und praktischer Art) zusammen.

Schülerinnen und Schüler mit einer besonderen Schwierigkeit im Erlernen des Rechnens arbeiten in dem Zahlenraum, der ihrem individuellen Entwicklungsstand entspricht. Bei Schülern mit einer diagnostizierten Dyskalkulie kann nach derzeitiger Erlasslage nicht auf eine Notengebung im Fach Mathematik verzichtet werden. Die Zeugnisnote im Fach Mathematik ist in diesen Fällen nicht versetzungsrelevant.

 

... im Fach Englisch

Die Leistungsbewertung im Fach Englisch an der Erich Kästner-Schule orientiert sich inhaltlich an den im Lehrplan beschriebenen Kompetenzerwartungen in folgenden Bereichen des Englischunterrichts:

  • Kommunikation und Verfügbarkeit von sprachlichen Mitteln zu 80%
  • Interkulturelles Lernen zu 10%
  • Methoden zu 10%

Sie richtet sich nach den Vorgaben der Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen (2008).

„In der Schuleingangsphase werden die Leistungen hinsichtlich der Kompetenzerwartungen am Ende der Klasse 2 ausschließlich im Lernprozess beobachtet und von der Lehrkraft z. B. in einem Beobachtungsbogen dokumentiert.

Auch in den Klassenstufen 3 und 4 stützt sich die Leistungsbewertung weiterhin im Wesentlichen auf die kriteriengeleitete Beobachtung im Unterricht. Hinzu kommen kurze schriftliche Tests, z. B. in Form von Zuordnungs-, multiple choice-Aufgaben.“

Weitere Informationen des Lehrplans zur Leistungsbewertung finden Sie hier.

Im Rahmen der sonderpädagogischen Arbeit an der Erich Kästner-Schule, werden auch im Fach Englisch die Anstrengungen, Lernfortschritte und erbrachten Leistungen unter Berücksichtigung der besonderen sprachlichen Voraussetzungen unserer Schüler bewertet.

Darüber hinaus erhalten die Eltern zu Beginn des Englischunterrichts in Klasse 1.2 die Möglichkeit, darüber abzustimmen, ob von Anfang an schriftliche Lernstandskontrollen erfolgen sollen. Die Überprüfung des individuellen Sprachstandes eröffnet die Möglichkeit, Eltern regelmäßig konkret über den jeweiligen Leistungsfortschritt zu informieren.

 

... im Fach Religion

Die Schülerinnen und Schüler kommen mit unterschiedlichen religiösen Erfahrungen und Vorstellungen in die Schule. Das Fach Religion bietet für einige Schülerinnen und Schüler erstmals, die Chance sich mit religiösen Inhalten zu beschäftigen, während andere bereits in der Familie den gelebten Glauben erfahren. Deswegen sind im Anfangsunterricht Neugier, Offenheit, aber auch Unsicherheiten gegenüber religiösen Inhalten gegeben.

Für die Leistungsbewertung wird demnach im Fach Religion die religiöse Überzeugung, Praxis und Haltung nicht bewertet.

Das Leistungskonzept orientiert sich für das Fach katholische Religion an den Vorgaben des Lehrplans Katholische Religion des Landes Nordrhein-Westfalen.

Für das Fach evangelische Religion orientiert sich das Leistungskonzept an den Vorgaben des Lehrplans evangelische Religion des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bewertet werden mündliche, schriftliche und praktisch erbrachte Leistungen. Als Leistung werden nicht nur Ergebnisse, sondern auch Anstrengungsbereitschaft und Lernfortschritte bewertet.

Ab dem zweiten Halbjahr in Klasse 2 erhalten die Schülerinnen und Schüler erstmals Noten für das Fach Religion. Die Gewichtung liegt bei der mündlichen Mitarbeit bei 60%, bei der praktischen Arbeit bei 20% und bei den schriftlichen Leistungen bei 20%.

Für ausführlichere Informationen zu unserem Leistungskonzept, klicken sie bitte hier.

 

... im Fach Sachunterricht

Im Lehrplan Sachunterricht Grundschule (vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen, Frechen, Ritterbach Verlag, 2008, Heft 2012, S. 38 ff.) sind die zu erreichenden Kompetenzen in inhaltlicher und methodischer Hinsicht genau festgelegt.

Der Lehrplan legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Erreichung fachspezifischer Arbeitsmethoden. Daher fließen die mündliche Mitarbeit und die Fähigkeiten im Bereich Methodenkompetenz mit 60 %, die schriftliche Lerndokumentation und die schriftlichen Lernkontrollen jeweils mit 20 % in die Gesamtnote ein.

Die Rechtschreibung der Schülerinnen und Schüler wird bei der Notengebung nicht berücksichtigt.

Ausführlichere Informationen finden Sie hier.

 

... im Fach Kunst

Grundlage für die Leistungsbewertung im Fach Kunst sind alle ergebnis- und prozessbezogenen sowie sonstigen Leistungen der Schülerinnen und Schüler im Umgang mit ästhetischen Materialien und Verfahren.

Ergebnisbezogene Leistungen umfassen das zielgerichtete Gestalten sowie das Präsentieren von Arbeitsergebnissen. Die Bewertung dieser gestalterischen Leistung erfolgt nach Kriterien, die den Schülerinnen und Schülern in jeder Unterrichtsreihe verständlich und transparent gemacht werden. In Reflexionsphasen werden die Arbeitsergebnisse entsprechend der vorher festgelegten Kriterien bewertet.

Prozessbezogene Leistungen umfassen individuelle Entwicklungen und Haltungen der Schülerinnen und Schüler. Dazu zählen u. a. Neugier, Offenheit und Experimentierfreude, der kreative Umgang mit Techniken, Materialien und Werkzeugen, Komposition und Ausdruck, die Individualität von Ergebnissen und der individuelle Lernverlauf. Die Bewertung der prozessbezogenen Leistungen erfolgt nach dem individuellen Leistungsfortschritt und Darstellungsvermögen der Schülerinnen und Schüler. Dazu werden geeignete Methoden angewendet.

Zu den sonstigen Leistungen zählen u. a. die Selbstständigkeit bei der Umsetzung, die Organisation und der Umgang mit Zeit, Material und Arbeit sowie die Anstrengungsbereitschaft und Mitarbeit im Unterricht.

Die Gesamtbewertung im Fach Kunst setzt sich zusammen aus:

  • 10 % sonstige Leistungen,
  • 60 % prozessbezogene Leistungen und
  • 30 % ergebnisbezogene Leistungen.

Möchten Sie mehr über die Leistungsbewertung im Fach Kunst wissen, klicken Sie bitte hier.

 

...im Fach Musik

Das Fach Musik untergliedert sich in drei Bereiche:

  • Musik machen
  • Musik hören
  • Musik umsetzen
  • Sich über Musik verständigen

In allen drei Bereichen gilt das Prinzip der Verständigung über Musik, d.h., es wird über den Unterrichtsgegenstand Musik gesprochen.

Als Leistungen werden nicht nur Ergebnisse sondern auch Anstrengungen und Lernfortschritte bewertet.

Folgende Bewertungskriterien werden hinzugezogen:

  • Experimentierfreude mit Stimme und Instrumenten
  • Unterscheidung von Musikstilen
  • Gliederung von Musikstücken
  • Mitarbeit in den drei oben genannten Lernfeldern
  • Bereitschaft einen musikalischen Vortrag vor Publikum darzubieten

Die Musiknote setzt sich wie folgt zusammen:

50% aktive Teilnahme

40% Fähigkeit zur musikalischen Interaktion

10% schriftliche Leistungen (ab Klasse 3)

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

 

... im Fach Sport

Ausgangspunkt für die Leistungsbewertung sind die unterschiedlichen körperlichen, psychischen und sozialen Voraussetzungen der Schüler/innen.

Bei den elementaren Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen im Sportunterricht werden der individuelle Lernfortschritt und die Anstrengungsbereitschaft in besonderer Weise berücksichtigt.

Auf diesem Hintergrund werden die koordinatorischen und konditionellen Fähigkeiten, das technische, taktische und kreativ-gestalterische Können bewertet. So erhalten auch motorisch leistungsschwächere Schüler/innen mit sonderpädagogischem Förderbedarf eine ihren individuellen Voraussetzungen angemessene Bestätigung ihres Könnens.

Die Leistungsbewertung erfolgt an Ende der Schuleingangsphase (Klasse 2) zusätzlich zum Bericht auch anhand von Noten. Die Gesamtnote im Sportunterricht setzt sich wie folgt zusammen:

  • Sportliche Leistung 25 %
  • Individueller Lernfortschritt 25%
  • Anstrengungsbereitschaft 25%
  • Soziale Kompetenzen 25%

Die Teilnahme am Pausensport sowie an Schulsportfesten und Schulsportwettbewerben wird ebenfalls berücksichtigt.